Die Arbeit als Vogelzivi


Nationalparkpflege

Herzlich willkommen auf Vogelzivis.de. Schön, dass Du Dich für die Arbeit als Vogelzivi interessierst. Auf dieser Seite wollen wir Dich darüber informieren, was alles zur Arbeit eines Vogelzivis gehört. Einiges davon klingt vielleicht schwierig, aber keine Sorge: Das nötige Fachwissen werden wir dir vermitteln. Mehr dazu unter Anforderungen. Übrigens findet du vieles hiervon auch auf der Informationsseite über die Nationalparkwacht.

Allgemeines zur Arbeit als Vogelzivi

Bei den Vogelzivis läuft vieles anders. Das fängt schon bei den Arbeitszeiten an: Die richtet sich nämlich nach dem Wetter, den Gezeiten und der Jahreszeit. Wenn im Winter zum Beispiel kaum Gäste im Nationalpark sind, die Tage nur kurz und die Vögel sowieso zum großen Teil im Süden sind, gibt es hier nicht viel zu tun. In dieser Zeit wirst Du viel Urlaub nehmen können, um nach Hause zu fahren oder einfach das Leben an der Küste zu genießen. Im Frühjahr, wenn die Brutvögel da sind, sieht es gleich ganz anders aus: Freie Tage gibt es eher selten, und solange es hell ist wirst Du arbeiten.
An der frischen Luft und in freier Natur, versteht sich. Und davon gibt es hier oben genug. Das bedeutet für Dich, dass Du viel Spaß an Bewegung im Freien haben musst, denn die meisten Aufgaben haben etwas damit zu tun. Das bedeutet aber auch, dass Du Eigeninitiative zeigen musst. Du hast keinen festen Zeitplan, musst selbst sehen, wann Du am besten was machst.

Vogelzählungen


Ein Vogelzivi bei seiner
wichtigsten Arbeit

Eine der wichtigsten Aufgaben, die Du über das ganze Jahr wahrnehmen musst, sind die Vogelerfassungen, die an jedem zweiten Wochenende stattfinden. Um Dir eine Vorstellung hiervon zu geben:
Die Zählungen müssen immer bei Hochwasser durchgeführt werden. Denn die Vögel nutzen diese Zeit um sich auszuruhen: Die Wattflächen, in denen sie sonst nach Nahrung suchen, sind dann überflutet. Deshalb sitzen sie meist in großen Trupps zusammen, wenn Du Glück hast sogar nach Arten getrennt. Von einer Düne oder dem Deich aus kannst Du sie dann mit einem Spektiv alle sehen und zählen. Auf einem Formularbogen trägst Du dann ein, wieviele Vögel welcher Art Du gesehen hast. Die Daten werden benötigt, um den Nationalparkstatus vieler Gebiete rechtfertigen zu können.

Pflege des Nationalparks

Die Natur holt sich nach und nach alles zurück und macht auch nicht vor denen halt, die sie schützen wollen. Auch Zäune und Schilder des Nationalparks verwittern und vermorschen und müssen gelegentlich ausgetauscht werden. Und auch das machen die Zivis: Neue Schilder aussägen, beschriften, lackieren und aufstellen, Zäune erneuern, Müll einsammeln und gelegentlich einmal Gäste höflich auf die Regeln im Nationalpark hinweisen.

Informationsarbeit

Ein Nationalpark soll sicherstellen, dass auch nachfolgende Generationen die Natur an dieser Stelle noch erleben können. Aber was ist mit denen, die heute schon leben? Die haben natürlich auch ein Recht darauf. Die Vogelzivis bieten Führungen an, erstellen Infostände und -hütten, markieren Wanderwege, halten Vorträge und stehen den Gästen für Fragen zur Verfügung.